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Balkonkraftwerk Gesetz 2026: Wie viel Watt sind erlaubt?

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Balkonkraftwerk Gesetz 2026 – aktuelle Regeln in Deutschland

Wer 2026 ein Balkonkraftwerk betreiben oder neu installieren möchte, trifft bei der Recherche schnell auf unterschiedliche Angaben: 800 Watt, 1.200 Watt, 2.000 Watt oder sogar 7.000 Watt. Dazu kommen neue technische Normen und ältere Informationen, die teilweise noch von der früheren 600-Watt-Grenze ausgehen.

Was gilt also tatsächlich?

Für Steckersolargeräte gelten auch 2026 die vereinfachten gesetzlichen Regelungen des EEG. Entscheidend sind dabei vor allem zwei Leistungswerte: maximal 2.000 Watt installierte Modulleistung und insgesamt maximal 800 VA Wechselrichterleistung.

Wichtig: Nicht jede technische Norm oder neue Produktspezifikation ist automatisch eine Änderung des Balkonkraftwerk-Gesetzes. Deshalb unterscheiden wir in diesem Überblick bewusst zwischen gesetzlichen Vorgaben und technischen Anforderungen.

Balkonkraftwerk-Regeln 2026 auf einen Blick

Regel Stand 2026
Maximale Modulleistung 2.000 W
Maximale Wechselrichterleistung 800 VA
Registrierung im Marktstammdatenregister Ja
Separate Anmeldung beim Netzbetreiber* Nein
Ungeeigneter alter Stromzähler vorübergehender Betrieb möglich
Mehrere Steckersolargeräte Leistungen werden zusammengerechnet
Einspeisevergütung bei vereinfachter Regelung Nein / unentgeltliche Abnahme

*Bei Steckersolargeräten, die die Voraussetzungen der entsprechenden EEG-Sonderregelungen erfüllen.

Damit sind die wichtigsten gesetzlichen Eckpunkte bereits abgedeckt. Im Folgenden schauen wir uns vor allem die Fragen an, bei denen 2026 besonders häufig Missverständnisse entstehen.


Was gilt für Balkonkraftwerke 2026?


Eine völlig neue gesetzliche Balkonkraftwerk-Kategorie wurde 2026 nicht geschaffen. Die wesentlichen Vereinfachungen stammen weiterhin aus den Änderungen des EEG durch das Solarpaket I, die am 16. Mai 2024 in Kraft getreten sind. Was sich damals konkret geändert hat, fassen wir weiter unten im Abschnitt Was hat das Solarpaket I für Balkonkraftwerke geändert? zusammen.

Dadurch wurden Steckersolargeräte im EEG definiert und besondere vereinfachte Regelungen geschaffen. Für ein Steckersolargerät innerhalb dieser Sonderregelungen sind insbesondere folgende Grenzen entscheidend:

bis zu 2.000 W installierte Modulleistung

und
insgesamt bis zu 800 VA Wechselrichterleistung.


Die 800 VA beschreiben dabei nicht die Leistung der Solarmodule, sondern die relevante maximale Wechselrichterleistung. Genau diese Unterscheidung erklärt viele vermeintliche Widersprüche bei den aktuellen Balkonkraftwerk-Regeln.


Wie viel Watt sind beim Balkonkraftwerk 2026 erlaubt?


Die kurze Antwort lautet:

Bis zu 2.000 W Modulleistung und maximal 800 VA Wechselrichterleistung innerhalb der EEG-Sonderregelungen für Steckersolargeräte.


Ein Balkonkraftwerk kann deshalb beispielsweise vier Module mit zusammen 2.000 Wp besitzen (z. B. 4 × 500 Wp), ohne dass der Wechselrichter 2.000 W in den Haushaltsstromkreis abgibt. Der Wechselrichter begrenzt die entsprechende AC-Leistung auf maximal 800 VA.

Die Bundesnetzagentur unterscheidet diese beiden Werte ausdrücklich.


Warum überhaupt mehr als 800 Wp Solarmodule?


Solarmodule erreichen ihre Nennleistung nur unter bestimmten Bedingungen. Bewölkung, Temperatur, Ausrichtung, Tageszeit und Verschattung reduzieren die tatsächliche Leistung.

Eine höhere Modulleistung kann deshalb dazu beitragen, die verfügbare Wechselrichterleistung auch bei weniger idealen Bedingungen häufiger auszunutzen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass ein 2.000-Wp-Balkonkraftwerk 2.000 W über den Wechselrichter ins Hausnetz abgeben darf.

Infografik: Balkonkraftwerk-Regeln 2026 – 2.000 W max. Modulleistung, 800 VA max. Wechselrichterleistung, MaStR-Registrierung, keine separate Netzbetreiber-Meldung

Mehr Modulleistung und Speicher: so nutzt du den Überschuss

Besonders sinnvoll ist eine höhere Modulleistung in Kombination mit einem Stromspeicher. Erzielt beispielsweise ein Balkonkraftwerk mit 1.600 Wp Modulleistung bei gutem Wetter volle Leistung, können parallel bis zu 800 W direkt im Haushalt genutzt und der übrige Solarstrom zur Speicheraufladung verwendet werden. So lässt sich der selbst erzeugte Strom auch abends oder an bewölkten Tagen nutzen, anstatt Überschüsse unentgeltlich ins Netz abzugeben.


Praktische Tipps, um die 800 VA möglichst oft auszunutzen:

  • Leistungsstarke Module wählen und auf die Ausrichtung achten – eine südliche Ausrichtung sorgt in den meisten Fällen für die beste Sonnenausbeute.
  • Den eigenen Tagesverbrauch prüfen: Direkt genutzter Solarstrom bringt die größte Ersparnis.
  • Wer regelmäßig mehr produziert als verbraucht, kann den Überschuss mit einem Speicher zusätzlich nutzbar machen.


Wer noch ein älteres System mit 600-VA-Wechselrichter besitzt, muss deshalb auch nicht automatisch die Module austauschen. Wie ein bestehendes System auf 800 VA modernisiert werden kann, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber „Balkonkraftwerk von 600 auf 800 Watt aufrüsten“.


Sind 1.200 Watt beim Balkonkraftwerk 2026 erlaubt?


Hier kommt es darauf an, welche 1.200 Watt gemeint sind.


1.200 Wp Modulleistung


Ja. 1.200 Wp Solarmodulleistung liegen unter der gesetzlichen Grenze von 2.000 W.

Ein System könnte beispielsweise aus drei 400-Wp-Modulen bestehen:

3 × 400 Wp = 1.200 Wp


Solange auch die weiteren Voraussetzungen erfüllt sind und die Wechselrichterleistung insgesamt maximal 800 VA beträgt, überschreitet die reine Modulleistung damit nicht die entsprechende EEG-Grenze.


1.200 VA Wechselrichterleistung


Das ist etwas anderes.


1.200 VA Wechselrichterleistung liegen über der 800-VA-Grenze
für die vereinfachten Sonderregelungen für Steckersolargeräte.


Die häufige Suchanfrage „Balkonkraftwerk 1200 Watt erlaubt ab 2026“ darf deshalb nicht pauschal mit Ja oder Nein beantwortet werden.


Entscheidend ist:

1.200 Wp Module → grundsätzlich innerhalb der 2.000-W-Grenze

1.200 VA Wechselrichter → über der 800-VA-Grenze der Sonderregelung


Das ist einer der wichtigsten Unterschiede beim Balkonkraftwerk-Gesetz 2026.


Wer ein aktuelles System innerhalb der 800-VA-Grenze sucht, findet bei Solarway auch Balkonkraftwerke mit 800-W-Wechselrichter.


Gibt es 2026 eine neue Leistungsgrenze über 2.000 Wp?


Nein. Für Steckersolargeräte gelten weiterhin maximal 2.000 Wp Modulleistung und 800 VA Wechselrichterleistung. Werbeaussagen über deutlich größere Systeme beziehen sich auf Anlagen, die rechtlich kein Steckersolargerät mehr sind, sondern als Kleinsterzeugungsanlage gelten – mit Anschluss durch eine Elektrofachkraft und Anmeldung beim Netzbetreiber. Was hinter den beworbenen 7.000-Watt-Systemen steckt, erklären wir in Balkonkraftwerk 7000 Watt: Was ist 2026 wirklich erlaubt?


Muss ein Balkonkraftwerk 2026 angemeldet werden?


Ja. Auch 2026 muss ein Steckersolargerät im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur registriert werden.

Die frühere separate Anmeldung beim Netzbetreiber wurde für Steckersolargeräte, die unter die entsprechenden vereinfachten EEG-Regelungen fallen, deutlich vereinfacht: Bei der unentgeltlichen Abnahme ist grundsätzlich keine zusätzliche separate Meldung durch den Betreiber an den Netzbetreiber erforderlich. Die notwendigen Daten erhält dieser über das Marktstammdatenregister.

Die Registrierung im MaStR sollte innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme erfolgen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du in unserem Beitrag Balkonkraftwerk anmelden 2026: Schritt für Schritt (MaStR).


Wer ein bereits registriertes Balkonkraftwerk technisch verändert – beispielsweise den Wechselrichter von 600 auf 800 VA austauscht –, sollte außerdem prüfen, ob die hinterlegten Anlagendaten aktualisiert werden müssen.


Darf ein Balkonkraftwerk 2026 mit einem alten Stromzähler betrieben werden?


Eine weitere wichtige Vereinfachung betrifft den Stromzähler.

Ein Steckersolargerät darf unter den entsprechenden Voraussetzungen vorübergehend auch dann betrieben werden, wenn noch ein alter Ferraris-Zähler ohne Rücklaufsperre installiert ist.

Dieser kann sich bei überschüssiger Einspeisung rückwärts drehen.

Das ist in diesem speziellen Zusammenhang nicht mehr automatisch ein Grund, mit der Inbetriebnahme des Balkonkraftwerks warten zu müssen. Der zuständige Messstellenbetreiber ist für den notwendigen Zählertausch verantwortlich. Die Bundesnetzagentur weist ausdrücklich darauf hin, dass ein solcher alter Zähler bis zum Austausch übergangsweise weiterverwendet werden darf.

Das bedeutet aber nicht, dass der rückwärtslaufende Ferraris-Zähler dauerhaft die vorgesehene Lösung ist.

Wie du deinen Zählertyp erkennst, wer den Zählertausch übernimmt und was nach dem Austausch passiert, erklären wir ausführlich in Zähler läuft rückwärts – was gilt?


Schuko oder Spezialstecker: Was gilt beim Balkonkraftwerk 2026?


Bei diesem Punkt müssen Gesetz und technische Norm auseinandergehalten werden.

Das EEG legt unter anderem die gesetzlichen Leistungsgrenzen für Steckersolargeräte fest. Wie ein Gerät technisch sicher konstruiert und angeschlossen wird, wird dagegen zusätzlich durch technische Regeln und Normen konkretisiert.

Seit Dezember 2025 gibt es mit der DIN VDE V 0126-95 erstmals eine eigene Produktnorm für Steckersolargeräte.

Sie sieht unter definierten Sicherheitsanforderungen auch einen Anschluss über einen üblichen Haushaltsstecker vor. Dabei unterscheidet die Norm unter anderem nach Anschlussart und Modulleistung.

Für normkonforme Systeme mit Haushaltsstecker nennt der VDE eine angeschlossene Modulleistung von maximal 960 Wp. Mit einer speziellen Energiesteckvorrichtung sind nach der Produktnorm bis zu 2.000 Wp vorgesehen. Die Wechselrichterleistung bleibt bei maximal 800 VA.


Damit gilt:

Die gesetzliche Grenze von 2.000 W Modulleistung bedeutet nicht automatisch, dass jedes 2.000-Wp-System über eine gewöhnliche Schuko-Steckdose betrieben werden sollte.


Gerade beim Kauf eines neuen Balkonkraftwerks sollte deshalb nicht nur auf „800 W“ geachtet werden, sondern auf die vorgesehene Anschlussart und die Konformität des Gesamtsystems.

Mehr zu den technischen Anforderungen: Balkonkraftwerk 2026 – die neuen VDE-Regeln erklärt


Welche Regeln gelten 2026 für Mieter und Wohnungseigentümer?


Auch bei Mietwohnungen und Wohnungseigentümergemeinschaften wurde die rechtliche Position von Balkonkraftwerken gestärkt.

Steckersolargeräte wurden 2024 in den Katalog der privilegierten Maßnahmen im Miet- und Wohnungseigentumsrecht aufgenommen.

Das bedeutet vereinfacht: Vermieter beziehungsweise Wohnungseigentümergemeinschaften können die Installation nicht mehr ohne Weiteres grundsätzlich verhindern.

Allerdings ist das kein Freibrief für jede beliebige Montage.


Fragen wie Montageort, Befestigung, Eingriffe in die Bausubstanz, Sicherheit oder die konkrete Ausführung können weiterhin relevant sein. Die Ausgestaltung der Maßnahme kann deshalb weiterhin abgestimmt werden.

Wer zur Miete wohnt, sollte die geplante Installation daher trotz der verbesserten Rechtslage vorab mit dem Vermieter abstimmen.

Was dein Vermieter verlangen darf, wer bei Schäden haftet und wie du die Zustimmung mit einem Musterschreiben einholst, erklären wir in Balkonkraftwerk in der Mietwohnung: Rechte, Pflichten & Musterschreiben.


Darf ich mehrere Balkonkraftwerke betreiben?


Hier entsteht durch die 800-VA-Grenze häufig ein Missverständnis.

Die Grenze gilt nicht einfach pro gekauftem Balkonkraftwerk.

Werden mehrere Steckersolargeräte hinter derselben Entnahmestelle betrieben, werden ihre Leistungen für die entsprechenden Sonderregelungen zusammengerechnet.

Die Bundesnetzagentur nennt dazu selbst ein anschauliches Beispiel:

Zwei Steckersolargeräte mit jeweils 600 VA Wechselrichterleistung ergeben zusammen:

600 VA + 600 VA = 1.200 VA


Damit liegt die Gesamtleistung über der 800-VA-Grenze für die vereinfachten Sonderregelungen.

Dasselbe Prinzip ist bei der installierten Modulleistung relevant.

Ein zweites Balkonkraftwerk bedeutet also nicht automatisch eine zweite separate 800-VA-Grenze am selben Anschluss.


Wer seine bestehende Anlage erweitern möchte, sollte deshalb die Gesamtleistung aller relevanten Komponenten betrachten.

Balkonkraftwerk 2026: Alles, was du wissen musst


Gibt es 2026 eine neue Einspeisegrenze für Balkonkraftwerke?


Bei der Suchanfrage „Einspeisegrenze Balkonkraftwerk 2026“ werden häufig drei verschiedene Werte miteinander vermischt:


Modulleistung
, Wechselrichterleistung und die tatsächlich ins öffentliche Netz fließende überschüssige Energie.


Für die vereinfachten Regeln des Steckersolargeräts bleibt insbesondere die maximale Wechselrichterleistung von 800 VA entscheidend.


Das bedeutet jedoch nicht, dass jederzeit 800 W in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden.


Ein Teil der erzeugten Energie wird normalerweise direkt im eigenen Haushalt verbraucht. Nur der momentan nicht selbst benötigte Überschuss fließt über den Zähler ins öffentliche Netz.


Bei der vereinfachten Registrierung als Steckersolargerät wird dabei typischerweise die unentgeltliche Abnahme gewählt: Für den eingespeisten Überschuss erhält der Betreiber dann keine Einspeisevergütung. Die Bundesnetzagentur weist allerdings darauf hin, dass grundsätzlich auch andere Zuordnungen beziehungsweise eine Einspeisevergütung möglich sind; dann gelten zusätzliche Anforderungen und die vereinfachte Behandlung ist entsprechend nicht in gleicher Weise anzuwenden.


Für die meisten klassischen Balkonkraftwerke steht deshalb weiterhin der Eigenverbrauch im Vordergrund.


Was hat das Solarpaket I für Balkonkraftwerke geändert?


Viele Informationen im Netz stammen noch aus der Zeit vor dem Solarpaket I. Damit du ältere Angaben richtig einordnen kannst, hier ein kurzer Rückblick.


Die Ausgangslage bis Mai 2024

  • Die Grenze für die vereinfachte Anmeldung lag bei 600 Watt Wechselrichter-Ausgangsleistung.
  • Alte Ferraris-Zähler ohne Rücklaufsperre durften mit einem Balkonkraftwerk nicht verwendet werden – Betreiber mussten auf den Zählertausch warten.
  • Neben der Registrierung im Marktstammdatenregister war eine separate Anmeldung beim Netzbetreiber nötig.


Der VDE-Vorschlag von 2023


Im Jahr 2023 schlug der VDE (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik) in einer Stellungnahme wichtige Vereinfachungen vor. Er bezog sich dabei auf die europäische Netzanschluss-Richtlinie RfG, nach der Stromerzeugungsanlagen bis 800 Watt seit 2016 als nicht signifikant gelten. Gefordert wurden unter anderem:

  • eine Anhebung der Grenze von 600 auf 800 Watt,
  • der Betrieb von Balkonkraftwerken an allen Arten von Stromzählern,
  • eine Registrierung nur noch im Marktstammdatenregister statt zusätzlich beim Netzbetreiber,
  • die Akzeptanz des Schuko-Steckers für Geräte bis 800 Watt.


Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) unterstützte die Vorschläge; das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) stellte im Mai 2023 seine Photovoltaik-Strategie vor, die das Solarpaket I in einem ersten Schritt umsetzt. Damals handelte es sich ausdrücklich um Vorschläge – maßgeblich ist heute ausschließlich die seit Mai 2024 geltende Rechtslage.


Die Änderungen durch das Solarpaket I (seit 16. Mai 2024)

  • 800 statt 600 Watt: Die zulässige Wechselrichterleistung wurde von 600 auf 800 VA angehoben – ein Plus von über 30 %.
  • Bis zu 2.000 Wp Modulleistung: Damit sind auch Systeme mit bis zu vier leistungsstarken Modulen möglich, solange der Wechselrichter auf 800 VA begrenzt ist.
  • Anmeldung beim Netzbetreiber entfällt: Die Registrierung im Marktstammdatenregister wurde auf wenige, einfache Angaben reduziert.
  • Alte Zähler übergangsweise erlaubt: Ein vorhandener Ferraris-Zähler darf bis zum Austausch weiterverwendet werden.


Über Balkonkraftwerke hinaus enthält das Solarpaket I weitere Regelungen, etwa zu Mieterstrom in Mehrfamilienhäusern und auf Gewerbegebäuden sowie zu Freiflächenanlagen wie Agri-PV.


Die Frage des Schuko-Steckers wurde nicht im Gesetz, sondern Ende 2025 mit der Produktnorm DIN VDE V 0126-95 technisch geregelt. Details dazu erklären wir in unserem Ratgeber Balkonkraftwerk 2026: Die neuen VDE-Regeln erklärt.


Ändert sich das Balkonkraftwerk-Gesetz 2027?


Wer nach „Balkonkraftwerk neue Regelung 2027“ sucht, sollte zwischen bereits geltendem Recht, technischen Normen und möglichen zukünftigen Änderungen unterscheiden.


Nach dem derzeitigen Stand gibt es keine allgemeine neue 2027-Regel, nach der beispielsweise die Wechselrichtergrenze für Steckersolargeräte automatisch auf 1.200 W oder einen anderen Wert steigt.


Für die EEG-Sonderregelungen gelten weiterhin die bekannten Grenzen von 2.000 W installierter Modulleistung und insgesamt 800 VA Wechselrichterleistung.


Sollten sich diese Vorgaben ändern, muss dieser Artikel entsprechend aktualisiert werden. Gerade bei Balkonkraftwerken lohnt es sich deshalb, auf das Datum des jeweiligen Ratgebers und auf offizielle Quellen zu achten.

Update Oktober 2026: Im Zuge der aktuellen Diskussion um die EEG-Novelle wird eine mögliche Anhebung der Wechselrichterleistung von 800 auf 1.000 VA diskutiert. Was hinter der möglichen 1.000-Watt-Grenze steckt und was aktuell gilt, erklären wir in unserem aktuellen Beitrag.


FAQ zum Balkonkraftwerk-Gesetz 2026


Gibt es 2026 ein neues Balkonkraftwerk-Gesetz?

Es gibt 2026 nicht einfach ein vollständig neues „Balkonkraftwerk-Gesetz“. Die wesentlichen gesetzlichen Vereinfachungen für Steckersolargeräte stammen insbesondere aus dem Solarpaket I und gelten weiterhin. Hinzugekommen sind technische Entwicklungen wie die Ende 2025 veröffentlichte Produktnorm für Steckersolargeräte. Gesetz und technische Norm sollten dabei nicht miteinander verwechselt werden.

Wie viel Watt sind beim Balkonkraftwerk erlaubt?

Innerhalb der EEG-Sonderregelungen für Steckersolargeräte sind bis zu 2.000 Wp installierte Modulleistung und insgesamt maximal 800 VA Wechselrichterleistung erlaubt. Die frühere 600-Watt-Grenze gilt seit dem Solarpaket I (Mai 2024) nicht mehr.

Sind Balkonkraftwerke mit 1.200 Watt 2026 erlaubt?

Bei 1.200 Wp Modulleistung kann das System grundsätzlich noch innerhalb der 2.000-W-Grenze für Steckersolargeräte liegen. 1.200 VA Wechselrichterleistung überschreiten dagegen die 800-VA-Grenze der vereinfachten EEG-Sonderregelungen.

Was hat das Solarpaket I für Balkonkraftwerke geändert?

Seit dem 16. Mai 2024 gelten 800 VA statt 600 Watt Wechselrichterleistung und bis zu 2.000 Wp Modulleistung. Die separate Anmeldung beim Netzbetreiber entfällt, die Registrierung im Marktstammdatenregister wurde vereinfacht, und alte Ferraris-Zähler dürfen bis zum Austausch übergangsweise weiterverwendet werden.

Wie hoch ist die Einspeisegrenze beim Balkonkraftwerk 2026?

Für die Sonderregelungen ist die Wechselrichterleistung auf insgesamt 800 VA begrenzt. Das ist nicht mit der Modulleistung oder der tatsächlich ins öffentliche Netz eingespeisten Strommenge gleichzusetzen. Ein Teil des erzeugten Solarstroms wird üblicherweise direkt im Haushalt verbraucht.

Muss ich mein Balkonkraftwerk 2026 anmelden?

Ja. Das Steckersolargerät muss weiterhin im Marktstammdatenregister registriert werden. Für Steckersolargeräte innerhalb der entsprechenden Leistungsgrenzen und bei unentgeltlicher Abnahme entfällt dagegen die separate Meldung beim Netzbetreiber; dieser erhält die Daten automatisiert über das Register.

Fazit: Diese Balkonkraftwerk-Regeln gelten 2026


Für Betreiber eines klassischen Balkonkraftwerks bleiben die gesetzlichen Rahmenbedingungen 2026 vergleichsweise übersichtlich.

Besonders wichtig sind:
maximal 2.000 W installierte Modulleistung, maximal 800 VA Wechselrichterleistung, die Registrierung im Marktstammdatenregister und die Einhaltung der jeweils relevanten technischen Anforderungen.

Dabei sollten drei Werte nicht miteinander verwechselt werden:

Wp der Solarmodule ≠ VA des Wechselrichters ≠ tatsächliche Netzeinspeisung.


Genau deshalb können beispielsweise 1.200 Wp Modulleistung grundsätzlich mit den Sonderregelungen vereinbar sein, während 1.200 VA Wechselrichterleistung die entsprechende 800-VA-Grenze überschreiten.

Auch bei Begriffen wie „neues Gesetz 2026“, „7.000 Watt“ oder „neue Regelung 2027“ lohnt sich ein genauer Blick auf die Quelle. Nicht jede Zahl aus Suchergebnissen oder sozialen Medien beschreibt tatsächlich eine neue gesetzliche Balkonkraftwerk-Grenze – und viele ältere Artikel beschreiben noch Vorschläge oder Regeln aus der Zeit vor dem Solarpaket I.

Wer 2026 ein neues Balkonkraftwerk plant, sollte daher nicht nur auf möglichst hohe Wattzahlen achten, sondern auf ein passend dimensioniertes und für die vorgesehene Anschlussart geeignetes Gesamtsystem.

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