Balkonkraftwerk 2000 Watt 2026: Lohnt sich 2000 Wp?
Mehr Solarmodule bedeuten mehr Solarstrom – aber lohnt sich deshalb direkt ein Balkonkraftwerk mit 2.000 Watt?
Seit den vereinfachten Regelungen für Steckersolargeräte können Anlagen mit einer installierten Modulleistung von bis zu 2.000 Watt unter die entsprechenden Sonderregelungen fallen. Gleichzeitig bleibt die Wechselrichterleistung auf insgesamt 800 VA begrenzt.
Das führt zu einer der häufigsten Fragen: Warum sollte ein Balkonkraftwerk 2.000 Watt Modulleistung haben, wenn der Wechselrichter maximal 800 VA liefert?
Die zusätzlichen Module können dafür sorgen, dass die Anlage über einen größeren Teil des Tages eine hohe Leistung erreicht – beispielsweise morgens, am Nachmittag oder bei weniger optimalen Wetterbedingungen.
Ob sich 2.000 Watt tatsächlich lohnen, hängt jedoch von Stromverbrauch, Ausrichtung, verfügbarem Platz, Eigenverbrauch und einem möglichen Batteriespeicher ab.
In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wann ein 2.000-Watt-Balkonkraftwerk sinnvoll ist und wann ein kleineres System die bessere Wahl sein kann.
Was bedeutet Balkonkraftwerk 2000 Watt eigentlich?
Bei einem 2.000-Watt-Balkonkraftwerk muss zwischen zwei unterschiedlichen Leistungsangaben unterschieden werden:
Modulleistung (DC):
Die gesamte Nennleistung der installierten Solarmodule.
Wechselrichterleistung (AC):
Die Leistung, die der Wechselrichter auf der Wechselstromseite bereitstellt.
Für Steckersolargeräte innerhalb der entsprechenden EEG-Sonderregelungen gilt:
bis zu 2.000 W Modulleistung
maximal 800 VA Wechselrichterleistung
Ein Balkonkraftwerk mit beispielsweise vier Solarmodulen à 500 W erreicht damit: 4 × 500 W = 2.000 Wp Modulleistung
Das bedeutet jedoch nicht, dass kontinuierlich 2.000 Watt in den Haushaltsstromkreis eingespeist werden.
Der Wechselrichter begrenzt die entsprechende AC-Leistung weiterhin auf maximal 800 VA.
2000 Watt Module ≠ 2000 Watt Einspeisung
Diese Unterscheidung ist für den gesamten Artikel wichtig.
Warum 2000 Watt Solarmodule bei nur 800 Watt Wechselrichter?
Auf den ersten Blick wirkt die Kombination ungewöhnlich.
Warum vier leistungsstarke Module installieren, wenn der Wechselrichter ohnehin auf 800 VA begrenzt?
Der Vorteil liegt vor allem darin, wann und wie lange ausreichend Solarleistung zur Verfügung steht.
Ein kleineres System kann beispielsweise mittags unter optimalen Bedingungen bereits eine hohe Leistung erreichen. Morgens, am späten Nachmittag oder bei Bewölkung fällt die Leistung dagegen deutlich geringer aus.
Zusätzliche Modulleistung schafft hier mehr Reserve.
Vereinfacht dargestellt:
Kleineres System
Morgen → wenig Leistung
Mittag → hohe Leistung
Abend → wenig Leistung
Größeres System
Morgen → mehr verfügbare Solarleistung
Mittag → Wechselrichter begrenzt die Leistung
Abend → länger nutzbare Solarleistung
Dadurch kann ein System mit mehr Modulleistung über den gesamten Tag mehr Energie erzeugen, obwohl die maximale Wechselrichterleistung unverändert bleibt.
2 Module oder 4 Module: Was ist besser?
Das lässt sich nicht allein anhand der maximalen Leistung beantworten.
| 2 Module | 4 Module / bis 2.000 Wp | |
|---|---|---|
| Platzbedarf | geringer | höher |
| Anschaffungskosten | niedriger | höher |
| Solarproduktion morgens/abends | geringer | potenziell höher |
| Reserve bei weniger Sonne | geringer | höher |
| Wechselrichterleistung | max. 800 VA* | max. 800 VA* |
| Kombination mit Speicher | möglich | besonders interessant |
| Montageaufwand | geringer | höher |
*bezogen auf Steckersolargeräte innerhalb der hier beschriebenen vereinfachten Regelungen.
Vier Module sind also nicht automatisch besser.
Wenn ein Haushalt nur wenig Strom verbraucht und bereits mit zwei Modulen einen großen Teil der erzeugten Energie nicht direkt nutzen kann, bringen zwei zusätzliche Module ohne Speicher möglicherweise weniger wirtschaftlichen Vorteil.
Bei höherem Verbrauch oder einem Batteriespeicher kann die zusätzliche Solarproduktion dagegen wesentlich interessanter werden.
→ Wie viel spart ein Balkonkraftwerk 2026? Ersparnis pro Jahr
Wann lohnt sich ein 2000-Watt-Balkonkraftwerk?
Ein größeres System kann besonders interessant sein, wenn mehrere der folgenden Punkte zutreffen:
- hoher Stromverbrauch im Haushalt
- ausreichend Fläche für drei oder vier Module
- Stromverbrauch morgens und nachmittags
- Ost-West-Ausrichtung
- geplanter oder vorhandener Batteriespeicher
- möglichst geringe Verschattung
- hoher Eigenverbrauch
Ein klassisches Beispiel ist ein Haushalt, der tagsüber Strom für Homeoffice, Haushaltsgeräte oder andere Verbraucher benötigt.
Auch bei einer Ost-West-Konfiguration können zusätzliche Module interessant sein.
Beispielsweise können zwei Module stärker nach Osten und zwei stärker nach Westen ausgerichtet werden. Dadurch verteilt sich die Solarproduktion stärker über den Tag, statt ausschließlich eine hohe Mittagsspitze zu erzeugen.
Wann sind 2000 Watt eher nicht sinnvoll?
Mehr Leistung bedeutet auch höhere Kosten und mehr benötigte Fläche.
Ein 2.000-Watt-System kann deshalb weniger interessant sein, wenn:
- der Stromverbrauch sehr niedrig ist;
- kaum Platz für zusätzliche Module vorhanden ist;
- die Module stark verschattet wären;
- bereits mit zwei Modulen regelmäßig große Überschüsse entstehen;
- kein Speicher vorhanden ist und tagsüber kaum Strom benötigt wird.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: „Wie viel Modulleistung kann ich maximal installieren?“
sondern: „Wie viel der zusätzlichen Solarenergie kann mein Haushalt tatsächlich nutzen?“
Wer seinen möglichen Solarertrag und die Stromkostenersparnis vorab abschätzen möchte, kann dafür den Solarway Balkonkraftwerk Ertragsrechner nutzen.
Wichtig 2026: 2000 Wp und Haushaltssteckdose sind nicht dasselbe
Hier müssen wir besonders genau sein.
Die gesetzlichen EEG-Sonderregelungen sehen für entsprechende Steckersolargeräte bis zu 2.000 W installierte Modulleistung und insgesamt 800 VA Wechselrichterleistung vor.
Für die technische Anschlussart gilt seit Dezember 2025 zusätzlich die Produktnorm DIN VDE V 0126-95.
Nach den aktuellen VDE-Angaben gilt:
Anschluss über eine Haushaltssteckdose:
→ maximal 960 Wp Modulleistung
→ maximal 800 VA Wechselrichterleistung
Bis zu 2.000 Wp Modulleistung:
→ möglich mit einer speziellen Energiesteckvorrichtung
→ weiterhin maximal 800 VA Wechselrichterleistung
Das ist für Käufer eines 2.000-Watt-Balkonkraftwerks 2026 ein wichtiger Unterschied.
Ein System mit 2.000 Wp sollte deshalb nicht einfach wie ein klassisches kleines Schuko-Balkonkraftwerk betrachtet werden. Vor Kauf und Installation sollte geprüft werden, welche Anschlussart für das konkrete System vorgesehen ist und welche technischen Anforderungen erfüllt werden müssen.
Muss ein 2000-Watt-Balkonkraftwerk angemeldet werden?
Ja. Für ein entsprechendes Steckersolargerät mit bis zu 2.000 Wp Gesamtmodulleistung und maximal 800 VA Wechselrichterleistung ist bei Verzicht auf Einspeisevergütung die Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur erforderlich.
Laut VDE besteht dafür nach Inbetriebnahme eine Frist von einem Monat. Die frühere zusätzliche Anmeldung beim Netzbetreiber ist für Anlagen innerhalb dieser Voraussetzungen entfallen.
→ Balkonkraftwerk anmelden: Registrierung, Regeln und Ablauf
Wie viel Strom erzeugt ein 2000-Watt-Balkonkraftwerk?
Die Angabe 2.000 Wp beschreibt zunächst die theoretische Spitzenleistung der Solarmodule unter standardisierten Bedingungen. Sie bedeutet nicht, dass die Anlage dauerhaft 2.000 Watt produziert.
In der Praxis verändert sich die Solarleistung ständig – abhängig von:
- Tageszeit
- Jahreszeit
- Wetter
- Ausrichtung
- Neigungswinkel
- Verschattung
- Temperatur
Genau hier liegt der Vorteil einer höheren Modulleistung.
Wenn vier Module beispielsweise aufgrund von Bewölkung jeweils nur 200 Watt liefern, entstehen zusammen:
4 × 200 W = 800 W
Zwei identische Module würden unter denselben vereinfachten Bedingungen dagegen nur:
2 × 200 W = 400 W
erzeugen.
Die Verbraucherzentrale weist ebenfalls darauf hin, dass vier Module ihren Vorteil besonders bei Bewölkung sowie morgens und abends ausspielen können. Der Wechselrichter kann zwar weiterhin nur maximal 800 VA abgeben, die größere Modulfläche sorgt aber häufiger für ausreichend verfügbare Solarleistung.
800 Watt oder 2000 Watt: Was bringt mehr?
Für den Vergleich ist es wichtig, nicht nur auf die maximale Leistung zu schauen.
Ein System mit etwa 900 bis 1.000 Wp kann an einem sonnigen Mittag bereits genügend Leistung liefern, um einen 800-VA-Wechselrichter auszulasten.
Ein System mit 2.000 Wp kann dagegen insbesondere außerhalb dieser optimalen Stunden Vorteile haben.
| Situation | ca. 900–1.000 Wp | bis 2.000 Wp |
|---|---|---|
| Sonniger Mittag | sehr gute Leistung | Wechselrichter begrenzt häufiger |
| Morgen | geringerer Ertrag | potenziell höherer Ertrag |
| Abend | geringerer Ertrag | potenziell höherer Ertrag |
| Bewölkung | weniger Leistungsreserve | mehr Leistungsreserve |
| Winter | geringere Modulfläche | größere Modulfläche |
| Platzbedarf | geringer | deutlich höher |
| Investition | niedriger | höher |
| Speicher-Kombination | möglich | besonders interessant |
Das Ziel eines 2.000-Wp-Systems ist also nicht, 2.000 Watt gleichzeitig ins Hausnetz einzuspeisen.
Der Vorteil besteht vielmehr darin, über mehr Stunden des Tages ausreichend Solarleistung zur Verfügung zu haben.
Für welchen Stromverbrauch lohnen sich 2000 Watt?
Je höher der Stromverbrauch eines Haushalts ist, desto größer ist grundsätzlich die Chance, zusätzlichen Solarstrom selbst zu nutzen.
Finanztip sieht drei oder vier Solarmodule insbesondere bei Haushalten mit einem Jahresstromverbrauch von mehr als etwa 3.000 kWh als interessant an.
Als grobe Orientierung:
Niedriger Stromverbrauch
Bei einem kleinen Haushalt mit geringem Tagesverbrauch können ein oder zwei Module bereits ausreichend sein.
Produziert die Anlage regelmäßig mehr Strom als gleichzeitig benötigt wird, bringen zusätzliche Module ohne Speicher wirtschaftlich möglicherweise nur einen begrenzten Vorteil.
Mittlerer Stromverbrauch
Bei mehreren Personen, Homeoffice oder regelmäßigem Tagesverbrauch können zusätzliche Module interessanter werden.
Hoher Stromverbrauch
Bei mehr als etwa 3.000 kWh Jahresverbrauch können drei oder vier Module besonders interessant sein – vorausgesetzt, Standort und Verbrauchsprofil passen zur Anlage.
Wichtig bleibt:
Der Jahresverbrauch allein entscheidet nicht.
Ein Haushalt mit 4.000 kWh Jahresverbrauch, der fast ausschließlich abends Strom benötigt, hat ein anderes Verbrauchsprofil als ein Haushalt mit demselben Jahresverbrauch und hohem Verbrauch während der Sonnenstunden.
2000 Watt bei Südausrichtung: Ist das sinnvoll?
Bei einer optimalen Südausrichtung können vier leistungsstarke Module an sonnigen Mittagsstunden deutlich mehr Gleichstrom produzieren, als ein 800-VA-Wechselrichter gleichzeitig abgeben kann.
Ein Teil der möglichen Leistung wird dann durch den Wechselrichter begrenzt. Dieses sogenannte Clipping ist bei einer bewusst überdimensionierten Modulleistung grundsätzlich zu erwarten.
Das bedeutet aber nicht automatisch, dass die zusätzlichen Module nutzlos sind.
Morgens, nachmittags, im Winter oder bei Bewölkung erreichen die Module ihre Nennleistung ohnehin häufig nicht. Genau in diesen Zeiten kann die größere Modulfläche zusätzlichen Ertrag liefern.
Ob sich die Mehrinvestition lohnt, hängt deshalb vom zusätzlichen Jahresertrag und davon ab, wie viel davon selbst genutzt werden kann.
2000 Watt mit Ost-West-Ausrichtung
Besonders interessant kann ein größeres Balkonkraftwerk bei einer Ost-West-Ausrichtung sein.
Zum Beispiel:
2 Module → Osten
2 Module → Westen
Die Ostmodule produzieren verstärkt am Morgen, während die Westmodule am Nachmittag und frühen Abend mehr beitragen.
Dadurch entsteht eine breitere Erzeugungskurve über den Tag.
Das kann gut zu Haushalten passen, die beispielsweise morgens vor der Arbeit und am späteren Nachmittag oder Abend mehr Strom benötigen.
Eine Ost-West-Ausrichtung muss deshalb nicht den höchsten theoretischen Mittagsertrag erzielen, kann aber für den Eigenverbrauch sehr interessant sein.
Lohnt sich ein 2000-Watt-Balkonkraftwerk ohne Speicher?
Ja, unter den richtigen Voraussetzungen.
Ein Speicher ist keine Voraussetzung dafür, von vier Modulen zu profitieren.
Ohne Speicher sollte allerdings möglichst viel Solarstrom genau dann verbraucht werden, wenn er produziert wird.
Interessant kann ein größeres System beispielsweise sein bei:
Homeoffice
Computer, Monitore und andere Geräte benötigen tagsüber kontinuierlich Strom.
Mehrpersonenhaushalten
Ein höherer Grundverbrauch erhöht die Wahrscheinlichkeit, Solarstrom direkt zu nutzen.
Ost-West-Ausrichtung
Die Produktion verteilt sich stärker über den Tagesverlauf.
Elektrischen Verbrauchern am Tag
Waschmaschine, Geschirrspüler oder E-Bike können bevorzugt während der Solarproduktion genutzt werden.
Wer tagsüber dagegen kaum Strom benötigt, kann ohne Speicher einen größeren Anteil des zusätzlichen Solarstroms ungenutzt ins Netz abgeben.
2000 Watt mit Speicher: Besonders interessant?
Hier wird die Kombination deutlich spannender.
Ein Batteriespeicher kann überschüssigen Solarstrom aufnehmen, der tagsüber nicht direkt benötigt wird, und ihn später wieder zur Verfügung stellen.
Dadurch kann die zusätzliche Produktion von drei oder vier Modulen besser genutzt werden.
Die Verbraucherzentrale kommt bei größeren Steckersolargeräten ebenfalls zu dem Ergebnis, dass mehr als zwei Module bei einem System mit Speicher meist sinnvoller werden, weil Überschüsse gespeichert werden können.
Ein vereinfachtes Beispiel:
Mittags
Solarmodule produzieren mehr Energie als der Haushalt gerade benötigt.
↓
Speicher lädt
↓
Abends
Gespeicherter Solarstrom versorgt Haushaltsgeräte.
Dadurch steigt der Eigenverbrauch.
Allerdings verursacht ein Batteriespeicher zusätzliche Anschaffungskosten. Deshalb sollte nicht nur der höhere Eigenverbrauch betrachtet werden, sondern auch die Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems.
Sind vier Module wirtschaftlicher als zwei?
Nicht automatisch.
Laut Verbraucherzentrale kosten zwei zusätzliche Module häufig ungefähr 100 bis 200 € mehr. Ob sich diese Mehrinvestition rechnet, hängt insbesondere vom eigenen Stromverbrauch ab. Hinzu kommen bei Anlagen über 960 Wp gegebenenfalls Kosten für die nach der aktuellen Produktnorm erforderliche Anschlusslösung und Elektroinstallation.
Ein Beispiel:
Variante A – 2 Module
Investition: 450 €
Stromkostenersparnis: 150 €/Jahr
→ Amortisation: 3 Jahre
Variante B – 4 Module
Investition: 700 €
Stromkostenersparnis: 220 €/Jahr
→ Amortisation: ca. 3,2 Jahre
In diesem vereinfachten Beispiel benötigt das größere System etwas länger bis zur Amortisation, spart danach aber jährlich mehr Stromkosten.
Deshalb sollte die Entscheidung nicht ausschließlich lauten: „Welche Anlage amortisiert sich am schnellsten?“
sondern auch: „Welche Anlage bringt über ihre Nutzungsdauer den größeren Vorteil für meinen Haushalt?“
→ Balkonkraftwerk Amortisation 2026: Wann hat es sich bezahlt gemacht?
Wann sind 2000 Watt besser als 800–1000 Watt?
Ein 2.000-Wp-Balkonkraftwerk kann besonders interessant sein, wenn:
✓ dein Stromverbrauch relativ hoch ist
✓ du ausreichend Platz für vier Module hast
✓ du morgens und nachmittags Strom verbrauchst
✓ eine Ost-West-Ausrichtung möglich ist
✓ du einen Batteriespeicher nutzt oder planst
✓ du auch bei schwächerer Sonneneinstrahlung möglichst viel Solarstrom erzeugen möchtest
Ein kleineres System kann dagegen sinnvoller sein, wenn:
✓ dein Stromverbrauch niedrig ist
✓ wenig Fläche vorhanden ist
✓ du tagsüber kaum Strom verbrauchst
✓ kein Speicher geplant ist und bereits mit zwei Modulen Überschüsse entstehen
✓ du möglichst geringe Anschaffungs- und Installationskosten möchtest
2000 Watt sind nicht automatisch die beste Wahl
Die maximal erlaubte Modulleistung auszunutzen ist nicht für jeden Haushalt wirtschaftlich sinnvoll.
Ein gut dimensioniertes Balkonkraftwerk sollte sich am tatsächlichen Stromverbrauch und Standort orientieren – nicht ausschließlich an der höchsten verfügbaren Wattzahl.
Wer beispielsweise bereits mit zwei Modulen einen großen Teil seines Tagesverbrauchs abdeckt, benötigt nicht zwingend vier.
Bei einem höheren Verbrauch, einer Ost-West-Ausrichtung oder einem Batteriespeicher kann die zusätzliche Modulfläche dagegen einen deutlichen Vorteil bieten.
Mit dem Solarway Balkonkraftwerk Ertragsrechner kannst du unterschiedliche Anlagenleistungen und Voraussetzungen vergleichen.
FAQ: Balkonkraftwerk 2000 Watt 2026
Ist ein Wechselrichter mit 2000 Watt erlaubt?
Für ein Balkonkraftwerk dentro das vereinfachten Regeln für Steckersolargeräte ist ein Wechselrichter mit 2.000 Watt Ausgangsleistung nicht vorgesehen.
Die Grenze liegt bei insgesamt 800 VA Wechselrichterleistung. Die häufig genannten 2.000 Watt beziehen sich auf die installierte Modulleistung der Solarmodule, nicht auf die Ausgangsleistung des Wechselrichters.
Ein Balkonkraftwerk kann also beispielsweise vier Module mit zusammen bis zu 2.000 Wp besitzen, während der Wechselrichter die AC-Leistung auf maximal 800 VA begrenzt.
Was passiert, wenn man mehr als 800 W einspeist?
Werden die Voraussetzungen für ein Steckersolargerät überschritten, kann die Anlage nicht mehr ohne Weiteres nach den vereinfachten Regelungen für Steckersolargeräte behandelt werden.
Die Bundesnetzagentur nennt für diese Sonderregelungen eine installierte Modulleistung von insgesamt bis zu 2.000 Watt und eine Wechselrichterleistung von insgesamt bis zu 800 VA.
Wichtig ist deshalb die Unterscheidung: Mehr als 800 Wp Modulleistung: kann grundsätzlich möglich sein.
Mehr als 800 VA Wechselrichterleistung: fällt nicht mehr unter dieselben vereinfachten Voraussetzungen.
Die technischen und netzrechtlichen Anforderungen sollten bei größeren Anlagen deshalb vor Installation geprüft werden.
Ist ein Balkonkraftwerk mit 2000 Watt und einem 800 Watt Wechselrichter sinnvoll?
Ja, diese Kombination kann durchaus sinnvoll sein.
Die 2.000 Wp Modulleistung sorgen nicht dafür, dass ständig 2.000 Watt ins Hausnetz gelangen. Stattdessen steht dem 800-VA-Wechselrichter eine größere Modulfläche zur Verfügung.
Das kann insbesondere morgens, am Nachmittag, bei Bewölkung oder im Winter Vorteile bringen, wenn die einzelnen Module deutlich unter ihrer Nennleistung arbeiten.
Besonders interessant kann ein solches System bei höherem Stromverbrauch, Ost-West-Ausrichtung oder in Kombination mit einem Batteriespeicher sein.
Ob sich die zusätzlichen Module wirtschaftlich lohnen, hängt jedoch vom individuellen Verbrauch und Standort ab.
Wie viele Panels an 800 Watt Wechselrichter?
Die Anzahl der Module lässt sich nicht allein aus der Angabe 800 Watt Wechselrichterleistung bestimmen.
Entscheidend sind unter anderem:
- Leistung der einzelnen Module
- zulässige DC-Eingangsleistung des Wechselrichters
- Anzahl der MPPT-Eingänge
- maximale Eingangsspannung
- maximaler Eingangsstrom
- Verschaltung der Module
Für ein 2.000-Wp-System könnten beispielsweise vier Module mit jeweils 500 Wp eingesetzt werden. Der verwendete Wechselrichter muss allerdings technisch für die konkrete Modulkonfiguration geeignet sein.
Deshalb sollten immer die Herstellerangaben des Wechselrichters und der Module beachtet werden.
Warum 2000 Watt Solarmodule bei nur 800 Watt Wechselrichter?
Weil Solarmodule ihre Nennleistung nur unter bestimmten Bedingungen erreichen.
Eine größere Modulfläche kann dafür sorgen, dass der Wechselrichter über einen längeren Zeitraum des Tages ausreichend Solarleistung erhält.
Bei schwächerer Sonneneinstrahlung kann beispielsweise gelten:
2 Module × 200 W = 400 W
während:
4 Module × 200 W = 800 W
zur Verfügung stellen könnten.
Bei sehr guten Bedingungen kann die verfügbare DC-Leistung dagegen oberhalb dessen liegen, was der Wechselrichter AC-seitig abgeben kann. Dann begrenzt der Wechselrichter entsprechend.
Für wen lohnt sich ein 2000-Watt-Balkonkraftwerk?
Ein 2.000-Wp-System kann insbesondere für Haushalte interessant sein, die einen höheren Stromverbrauch, ausreichend Montagefläche oder einen Batteriespeicher haben.
Auch eine Ost-West-Ausrichtung kann interessant sein, weil sich die Solarproduktion dadurch stärker über den Tag verteilen lässt.
Bei niedrigem Verbrauch, wenig verfügbarer Fläche oder bereits hohen ungenutzten Überschüssen mit zwei Modulen kann ein kleineres System dagegen wirtschaftlich sinnvoller sein.
→ Lohnt sich ein Balkonkraftwerk? Wirtschaftlichkeit 2026
Fazit: Lohnt sich ein Balkonkraftwerk mit 2000 Watt?
Ein Balkonkraftwerk mit bis zu 2.000 Wp Modulleistung kann 2026 eine interessante Lösung sein – aber mehr Watt sind nicht automatisch besser.
Der entscheidende Vorteil liegt nicht darin, 2.000 Watt gleichzeitig ins Hausnetz einzuspeisen. Für die vereinfachten Steckersolar-Regelungen bleibt die Wechselrichterleistung auf 800 VA begrenzt.
Die größere Modulfläche kann stattdessen dafür sorgen, dass über einen längeren Zeitraum ausreichend Solarleistung zur Verfügung steht. Besonders interessant kann das sein:
bei höherem Stromverbrauch, bei Ost-West-Ausrichtung, bei Bewölkung sowie in Kombination mit einem Batteriespeicher.
Wer dagegen wenig Strom verbraucht und bereits mit zwei Modulen einen hohen Eigenverbrauch erreicht, profitiert möglicherweise weniger von der zusätzlichen Modulfläche.
Hinzu kommen die Anschlussanforderungen: Nach der aktuellen Produktnorm ist der direkte Betrieb über eine gewöhnliche Haushaltssteckdose auf Systeme mit maximal 960 Wp Modulleistung begrenzt. Für Systeme bis 2.000 Wp ist eine spezielle Energiesteckvorrichtung vorgesehen.
Deshalb lautet die wichtigste Frage nicht: „Wie bekomme ich möglichst viele Watt?“
sondern: „Welche Modulleistung passt zu meinem Stromverbrauch, meinem Standort und meinem Verbrauchsprofil?“
Mit dem Solarway Balkonkraftwerk Ertragsrechner kannst du deinen möglichen Solarertrag und dein persönliches Sparpotenzial abschätzen.


